INSTRUMENTE VON MAX GLÜCK
Mitte der 80er Jahre kaufte ich mir ein Schrottklavier. Ich hatte meinen Spaß damit, aber eines Tages ging ich mit der Axt ans Werk und performte das Teil für den Schrottplatz. Die Apparate sind nach dem Kaufdatum aufsteigend sortiert.

Korg DW-8000
1988 begann ich mit einem einzigen Synthesizer dem DW-8000 von Korg selbst elektronische Musik zu spielen. Mein Freund » Richard Aicher hat 1985 einen » Testbericht über den DW-8000 geschrieben. Das es dieser Synthesizer wurde war Zufall. Ich hatte so gut wie keine Ahnung und kaufte einfach den nächstbesten Gebrauchten. Auf dem DW-8000 spielte ich täglich teilweise mehrere Stunden (diese beschissene Tastatur...). 1989 nach knapp zwei Jahren verkaufte ich den DW-8000 und speicherte alle Klänge mit einem kleinen selbstgeschriebenen Programm auf eine Diskette. 16 Jahre später: der Atari ST hängt am Fernseher, das Midi-Kabel vom Computer zum Synthesizer ist angeschlossen, die Maus fehlt, doch die Bedienung ist auch mit der Tastatur möglich, Omikron Basic und das alte Programm läuft, doch wo ist die Diskette mit den Sounds? Eine Datei mit dem vielversprechenden Namen DW-8000.S__ funktioniert leider nicht - die Dateiendung sollte wohl SND sein doch warum ist die mit zwei Unterstrichen verstümmelt? Mist! ... Auf einer unschlüssig beschrifteten Diskette finde ich dann eine Datei mit dem Namen DW-8000.SND ... Bingo! Das Display des DW-8000 spult tausende Zahlen ab und empfängt die Klänge. Flashback! Was für Klänge! Drei Stunden später schalte ich den DW-8000 aus. Wie konnte ich den damals nur verkaufen und so lange mit der Reinkarnation warten?


Siel Opera 6
Der Opera 6 von Siel wäre bestimmt auch prima gewesen, leider war sein Benutzerinterface defekt. So konnte ich ihn nur mühsam mit meinem damaligen Atari ST Computer über MIDI programmieren. Die meisten Aufnahmen aus der Zeit taugen nichts, aber ein paar tolle Sachen sind doch dabei z.B. der Opera 6 mit einem Quadraverb von Alesis das mir ein » Freund überließ. So um 1990 verkaufte ich bis auf das Quadraverb alles. Darunter auch ein LEM Masterkeyboard - baugleich mit dem MMKB von BIT.


Waldorf Q
Gegen Ende der 90er Jahre habe ich mir zwar wieder Equipment gekauft, nahm mir aber nicht die Zeit um was daraus zu machen. So verstaubte hier sogar ein Waldorf Q. Den habe ich an » Markant verkauft.


Quasismidi Cyber 6
Das Masterkeyboard Cyber 6 von Quasimidi - laut Tests ein Superteil - habe ich wohl öfter staubgewischt als darauf gespielt. Das war viel zu kompliziert. Null Fun-Faktor. Ich verkaufte es nach Berlin.


Akai MPC 2000
Ein vollausgebautes Midi Production Center 2000 von AKAI stand auch jahrelang nur rum. Gekauft habe ich es nachdem ich live gesehen habe wie » Atom Heart in Köln ein Konzert nur mit der MPC bestritten hat. Zum MPC gibt es eine nette Geschichte. Im kalten Januar am Freitag nach der Arbeit fuhr ich mit dem Zug nach Ingolstadt um dort das gebrauchte MPC zu kaufen. Hat alles wunderbar geklappt. Der Verkäufer hat mich sogar mit dem Auto vom Bahnhof abgeholt und wieder hingebracht. Doch dort trifft mich der Schlag! Es ging kein Zug mehr zurück nach München - dabei war es für meine Begriffe nicht mal spät! Na toll! Schon mal eine kalte Januarnacht auf dem Ingolstädter Bahnhof verbracht? Ich kann abraten.


Waldorf Pulse
Außerdem kam sehr früh ein Pulse. Ein tolles Teil von Waldorf. Eine von mir sehr geliebte Spezialfunktion setzt alle Parameter auf zufällige Werte. Undglaublich chaotische und inspirierende Sounds.


Korg EX-8000
Später folgten noch zwei gebrauchte DW-8000 von Korg. Der erste weil ich wieder einen haben wollte und der zweite weil die » Musitronics Erweiterung eingebaut ist. Und genau die hatte schon mein erster DW-8000 aus den 80-ern. Und weil der DW-8000 eine grottenschlechte Tastatur hat, kaufte ich noch einen EX-8000 (Rackversion des DW-8000) von Korg. Um dann festzustellen, daß die Musitronics Erweiterung nicht in die Rackversion paßt und obendrein, daß der mir überaus wichtige Arpeggiator in der Rackversion nicht eingebaut wurde.


Mutator, mam VF11, BOSS SE70 & SX700
Außerdem habe ich ein paar Effektgeräte angeschafft. Unter anderem den Mutator, den VF 11 Vocoder von mam und von BOSS den SE 70 und SX 700. Der Mutator war enttäuschend.

Korg MS 2000
Den Mutator habe ich gegen den MS 2000 Synthesizer von Korg getauscht. Oh je! Ein Jahr lang habe ich den MS 2000 immer und immer wieder probiert. Er beinhaltet ja einen kompletten DW-8000. Aber in Punkto Bedienung reicht er diesem nicht das Wasser. Und das obwohl der DW-8000 selbst kein gutes Vorbild in Sachen Bedienung ist. Und obwohl die zwei Jungs von » ISAN mit ihren beiden MS 2000 tolle Musik schaffen, bei mir kam keine Freude auf. Hinfort damit auf ebay.


Ensoniq FIZMO
Als der umstrittene FIZMO von Ensoniq schon wenige Monate nach seinem Erscheinen im Frühjahr 1999 zu einem Drittel des ursprünglichen Neupreises ausverkauft wurde, habe ich um Herbst 1999 einfach mal zugeschlagen. Ich war sofort begeistert und wollte gleich einen zweiten. Da die Rack-Version bereits nach wenigen Tagen ausverkauft war, nahm ich jetzt die Tastatur-Version. Auf ebay habe ich später eine weitere Tastatur-Version ersteigert die ich dann mit der Rack-Version eines Freundes tauschte. Fazit: ein FIZMO Keyboard und zwei FIZMO Racks. Tja und jetzt wollte der Freund eben sein Keyboard verkaufen. Das konnte ich nicht zulassen. Je ein FIZMO Keyboard und ein Rack sind bei weitem nicht so kreativ einsetzbar wie zwei Keyboards. Daher ein erneuter Tausch. Jetzt habe ich zwei FIZMO Keyboards für meinen ungebrochenen Drang alles Live zu spielen und das präparierte FIZMO Rack für außerirdische Einsätze.
Meine FIZMO Anleitung leidet an der Ewigkeit...


Sibelius, creamware Elektra
Ich arbeite nur live und obwohl ich leidenschaftlicher Programmierer bin, kommt bei mir mit Computerprogrammen jedweder Art bisher keine Spielfreude auf. Obwohl allerlei in der Richtung ausprobiert habe. Bereits Mitte der 90er habe ich mir das hervorragende Notensatzprogramm Sibelius gekauft und alle Updates mitgemacht - doch ich habe das Teil nie installiert. Im Herbst 2000 habe ich die DSP Soundkarte Elektra von creamware gewonnen - inzwischen ebenfalls auf ebay verscheuert.

Ensoniq FIZMO Portable
Dann habe ich ein FIZMO Rack geschlachtet bzw. dessen Innereien zum Klangwandern umgebaut. Für den netzunabhängigen Einsatz kaufte ich dazu ein gebrauchtes GMK-49 Midi-Keyboard von Goldstar mit Batteriefach. Das doch zu unhandliche Midi-Keyboard sollte überflüssig werden, wenn ich endlich mal eine Mini-Tastatur direkt in den FIZMO Transportable einbauen würde.


Roland D2
Frisch eingetroffen ist die D2 Groovebox von Roland. Das allgemeine Lob zur Bedienung kann ich spontan nicht bestätigen. Sehr kryptisch und vor allem dem irre fetten Handbuch voll im "Regen" stehend... Doch dazu demnächst keine eigene Seite, weil ich es inzwischen wieder verkauft habe. Ach ja: Die D2 kaufte ich weil... wer die Farbe der Maschine kennt und die Bilder von Max Glücks auftritten gesehen hat weiß warum.


Ableton Live
Nicht mal eine Stunde dauerte es, bis sich bei mir mit » Abletons gefeiertem Program Live ernüchternde Langeweile einstellte. Vielleicht verstehe ich gar nicht was man mit dem Teil überhaupt machen kann oder soll. Ich fordere etwas und wenn die Technik bzw. Software das nicht leistet ist sie für meine Kreativität ungeeignet. Und da komme ich einfach mal an und möchte die Abspielgeschwindigkeit auf einen Sinus syncen - geht nicht. Oder einen eingebauten Effekt modulieren - geht nicht. Oder ... usw. - geht nicht - Absturz - Aus! Die Kluft zwischen dem was ich mir unter guten Programmen vorstelle und dem was die Realität bietet wächst weiter. Einziger Lichtblick das...

Grohnium
Ein i-Book von Apple, das Audio Interface Audiophile von M-Audio und zwei Pocket-Fader von Doepfer mit je 16 Schiebereglern. Das ist die Hardware die ich mir eigens wegen dem Grohnium zugelegt habe. Ich bereue keinen Cent! Das Grohnium? Gibt es nicht zu kaufen! Dazu braucht es das Glück, den Erfinder und Programmierer als Freund zu haben.

Alesis ModFX Serie
2005 - eigentlich zu wenig Zeit, eigentlich kein Bedarf, eigentlich Müde gegenüber neuem Equipment, eigentlich... doch plötzich tauchen diese Teile auf. Im Ramsch. Preise von 20-30 Euro für eins. Angebote im vierer Pack, sechser Pack... Zusammen mit drei Freunden bestelle ich ein gutes Duzend. Sie lassen sich beliebig verketten, sie machen Spaß, sind einfach zu benutzen und der Bitrman schießt an Witz und Sound den Vogel ab.


"Toll, wie Du den Irrsinn in der Musikelektronik beschreibst." » Siggi
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